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 Betreff des Beitrags: Tagesklinik
BeitragVerfasst: So 12. Jul 2020, 13:23 
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Registriert: Do 18. Jun 2020, 09:45
Beiträge: 113
Wohnort: Köln
Status: Betroffene/r
Hallo, ich gehe ab nächste Woche Montag in die Tagesklinik und ich hoffe dass man mir dort helfen kann. Aber ich habe totale Angst dass es nichts bringen könnte und das die Verzweiflung dadurch bei mir nur noch schlimmer wird. Was kann ich machen damit diese Angst mich nicht so sehr beeinflusst das nachher genau das passiert wovor ich Angst habe weil ich Angst habe falls das irgendwie Sinn ergibt???
Hestia


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagesklinik
BeitragVerfasst: So 12. Jul 2020, 20:20 
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Registriert: Sa 10. Sep 2011, 21:24
Beiträge: 6493
Status: Angehörige/r
Hallo Hatschiko,

sehr gut, dass du Hilfe annimmst!
Du kannst dich ein bißchen vorbereiten, indem du aufschreibst, was du gerne erreichen möchtest, mit Unterstützung der Klinik und überhaupt. Das richtet deine Gedanken auf Positives und hilft vielleicht auch gegen Angst und Befürchtungen.
Natürlich wird dort niemand alles, was dich belastet wegsortieren können, aber du wirst viele Möglichkeiten entdecken, wie du selbst auf gute Wege kommst, da bin ich sehr optimistisch.
Vielleicht ist die Angst vor der Angst eines der kleinen inneren Monster, die spüren, dass ihre Tage gezählt sind? Laß dir möglichst wenig Zeit zum Grübeln bis zum Start. Vielleicht hast du Lust, vorher noch mal zum Frisör zu gehen? Oder magst du dir ein schönes Kliniktagebuch basteln? Regele so viel wie möglich an Dingen, damit dich dann nichts zwischendurch hindert - ich mein so Sachen wie Schulzeug, Besorgungen, Finanzen, whatever. Nimm dir fest vor, alle Angebote zumindest zu probieren. Erwarte nicht, dass du sofort Verbesserung spürst, gib dir Zeit und der Tagesklinik Chancen.

Ich wünsch dir alles Gute! Wen du berichten magst oder mal dein Herz ausschütten willst - wir sind hier.

liebe Grüße
Africa


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagesklinik
BeitragVerfasst: Di 14. Jul 2020, 18:16 
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Registriert: Do 18. Jun 2020, 09:45
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Wohnort: Köln
Status: Betroffene/r
Danke danke danke das hilft mir echt!!! Ich finde es lieb von dir dass du mir so hilfst und bis jetzt finde ich es auch ganz schön dort und habe ein sehr gutes Gefühl dabei. Ich denke dass es mir dadurch wirklich dauerhaft besser gehen könnte und sobald irgendetwas passiert oder sich etwas ändert werde ich dein Angebot sehr gerne annehmen und von allem berichten. :)
Liebe Grüße
Hatschiko


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagesklinik
BeitragVerfasst: Mi 5. Aug 2020, 19:21 
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Registriert: Do 18. Jun 2020, 09:45
Beiträge: 113
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Status: Betroffene/r
Hallo ich bins nochmal
Ich habe glaub ich ein Problem oder eigentlich auch nicht ich weiß nicht. Heute hab ich erfahren dass man wenn man 3 mal rückfällig wird von der Tagesklinik ausgeschlossen wird und jetzt habe ich total schiss dass ich das nicht hinbekomme und das alles macht nur noch mehr Druck und sorgt dafür dass ich nur noch mehr Svv-druck habe!!!!
Was soll ich nur machen???


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagesklinik
BeitragVerfasst: Mi 5. Aug 2020, 21:33 
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Registriert: Do 8. Sep 2011, 18:13
Beiträge: 4476
Status: Betroffene/r
Hallo Hatschiko,
schön, von dir zu lesen!
Sprich darüber! Du bist ja auch in der Tagesklinik, um Alternativen zum SvV zu lernen, oder?
Was mir manchmal hilft, sind so Pro- und Contra-Listen. Das geht aber nur, wenn der Druck noch nicht superhoch ist. Dann überlege ich mir, was für SvV spricht und was dagegen. In deinem Fall wäre der Ausschluss von der Tagesklinik dann ein weiterer Punkt auf der Contra-Seite....

Ich denk an dich und schick dir Kraft!
Y

_________________
Und wir sind nicht mehr zag / unser Weg wird kein Weh sein,
wird eine lange Allee sein / aus dem vergangenen Tag.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagesklinik
BeitragVerfasst: Do 6. Aug 2020, 08:48 
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Beiträge: 113
Wohnort: Köln
Status: Betroffene/r
Danke für deine Antwort ♡♡♡
Hatschiko


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagesklinik
BeitragVerfasst: Do 6. Aug 2020, 13:51 
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Registriert: Do 8. Sep 2011, 17:55
Beiträge: 6431
Wohnort: Land zwischen den Meeren
Status: Betroffene/r
Hi,

ja, Y hat Dir da eigentlich schon den ultimativen Tipp gegeben - rede über Deine Ängste und Befürchtungen. Nur so, können sie Dir genommen werden.

Und es geht in der TK ja auch daraum, dass Du Alternativen zum SV lernst. Wenn bei mir der Druck recht hoch ist, hilft es mir z.B. kalt zu duschen oder einfach nur raus zu gehen - ablenken.

Mir haben auch sehr Verhaltensanalysen geholfen, um zu verstehen, warum es überhaupt zu einem Rückfall gekommen ist und was ich hätte tun können, damit es nicht dazu gekommen wäre.

Viel Erfolg!
Alles Liebe
vinter

_________________
Mit allem Großen ist es wie mit dem Sturm. Der Schwache verflucht ihn mit jedem
Atemzug, der Starke stellt sich mit Lust dahin, wo's am heftigsten weht.
~~Christian Morgenstern~~


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagesklinik
BeitragVerfasst: Do 6. Aug 2020, 19:09 
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Registriert: Do 18. Jun 2020, 09:45
Beiträge: 113
Wohnort: Köln
Status: Betroffene/r
Vielen lieben Dank ♡♡♡
Eure Antworten bedeuten mor echt viel!!!!
Hatschiko


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagesklinik
BeitragVerfasst: Mo 17. Aug 2020, 16:23 
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Registriert: Do 18. Jun 2020, 09:45
Beiträge: 113
Wohnort: Köln
Status: Betroffene/r
Hallo nochmal
Mittlerweile bin seit 5 Wochen in der Tagesklinik und generell gefällt es mir da auch echt gut! Ich fühle mich wohl und verstehe mich mit den anderen Patienten auch richtig gut genau wie mit fast allen Therapeuten. Ich sage bewusst fast, weil ich mit der Bewegungstherapeutin gar nicht klar komme und ich bin nicht die einzige aus meiner Gruppe haben alle Angst vor ihr und keiner kommt wirklich gut mit ihr klar. In der Gruppenstunde ist das ja auch alles noch auszu halten aber ich habe halt auch einen einzelnen Termin bei ihr bei dem ich mich immer richtig unwohl fühle. Ich weiß halt auch nicht was ich machen soll, denn die PEDs und unsere heilpädagogin der wir davon erzählt haben meinte wir sollen das offen ansprechen und ihr ein 'Geschenk' überreichen dafür haben wir aber alle viel zu viel Angst vor ihr!
Wisst ihr vielleicht noch etwas anderes was ich bzw. wirtun könnten?
Hatschiko


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagesklinik
BeitragVerfasst: Mo 17. Aug 2020, 19:23 
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Beiträge: 6493
Status: Angehörige/r
Hallo Hatschiko,

zunächst mal finde ich es gut, dass du bzw. ihr das Thema angesprochen habt. Der Rat, dies der Bewegungstherpeuthin gegenüber selbst anzusprechen ist nicht schlecht, aber ich kann auch verstehen, dass dir das ganz schwer fällt. Versucht doch, an das Gespräch noch einmal anzuknüpfen und klar zu sagen, dass du die Sache nicht klären kannst, weil du Angst hast. Es ist doch sicher möglich, dass es eine gemeinsame Gesprächsrunde gibt mit der Bewegungstherapeutin und einer oder mehreren weiteren Therapeuthen, die dir bzw. euch da moderierend zur Seite stehen. Hilfreich ist, wenn du dir nach den Therapieeinheiten mit ihr aufschreibst, was dir nicht gut getan hat, was blöd war... solche Einzelheiten kann man ja oft gar nicht im Gespräch abrufen, da sind Aufzeichnungen gut. Dann kannst du auch konkret benennen, was dich genau stört und was es bei dir für Gefühle auslöst. Gleiches können deine Mitpatienten tun. Vielleicht spielen auch Dinge eine Rolle, die im Unbewußten liegen, z.B. dass die Betreffende eine Art zu sprechen oder sich zu bewegen hat, die dich an was Altes erinnert?

Ansonsten versuche, deinen Therapieplan zu ändern. Ich kenne es zumindest so, dass Patienten da auch ein Mitspracherecht haben und etwas abwählen können.

Es ist schließlich einfach auch normal, dass man nicht mit jedem gleich gut zurechtkommt. Das ist keine persönliche Wertung im Sinne von "die ist doof", sondern sagt lediglich "ich fühle mich mit ihr nicht wohl". Da ist nix falsch, es ist völlig legitim.

Nur Mut! Es ist deine Therapie-Zeit, es geht um dich, um Hilfe und Unterstützung - und nicht um Aushalten.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du einen guten Weg findest und sende eine Umarmung, wenn du magst

:knuddel:
Africa


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