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Selbsthilfeforum für Angehörige SVV-betroffener Menschen
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BeitragVerfasst: Mo 22. Mai 2017, 08:00 
Hallo,
ich habe lange nichts mehr geschrieben.
Inzwischen habe ich hier zwei Kinder mit SSV hier, gehe selbst zur Therapie wegen Depressionen (wobei meine Therapeutin sagt, ich trage nur die Probleme aller anderen Familienmitglieder) und die Spirale dreht sich immer weiter nach unten.
Gibt es eine Möglichkeit für uns eine Art Kur oder Therapie gemeinsam zu machen?
Vielen Dank,
Lojo


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BeitragVerfasst: Mo 22. Mai 2017, 09:45 
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Registriert: Mi 9. Mär 2011, 23:31
Beiträge: 6126
Status: Angehörige/r
Hallo Loja,
das ist nicht so schön zu lesen. Ich wünsche dir viel Kraft und Unterstützung für die schwere Zeit!
Ich habe keine Ahnung, ob es so etwas wie "Familienkur, -reha gibt. Hast du schon bei der KK angefragt?
Gibt es einen wichtigen Grund, warum du das gemeinsam mit den Kindern angehen willst? Ich kann mir vorstellen, dass getrennte Unterstützung auch sehr hilfreich sein könnte, um mal ohne Rücksicht auf die anderen seine eigenen Gedanken und Gefühle bearbeiten zu können ....... .

Interessiert, was deine Suche so ergibt
OmaNik

_________________
Wein doch nicht! Tränen fließen des Nachts auf das Kissen, leise schluchzend, keiner solls wissen. Tränen groß und voller Leid, Tränen von unendlicher Traurigkeit.
Der Kopf so leer, das Herz so schwer. Und keiner da, der Dir nah und Dich tröstet. Mach die Augen auf! Ich bin doch da und Dir nah. Und ich tröste Dich. Wein doch nicht!
(unbekannt)


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BeitragVerfasst: Mo 22. Mai 2017, 13:05 
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Registriert: Sa 21. Jul 2012, 18:35
Beiträge: 3232
Wohnort: Berlin
Status: Angehörige/r
Ach, liebe lojomum,

herzlich willkommen zurück ... auch wenn ich mit dir wünschen würde, es gäbe keinen traurigen Anlass dazu! Zwei Kinder betroffen ... von deinem Partner schreibst du gar nichts ... aber du bist am Limit. Verständlich!

So sehr ich das nachvollziehen kann, diesen Wunsch danach, euch drei an einen Ort zu bringen, wo es euch gemeinsam wieder besser gehen kann ... ich würde mich wie OmaNik fragen, ob das sinnvoll ist.
Mutter-Kind-Kur läuft ja normalerweise eher für Mütter mit kleineren Kindern ... vielleicht gäbe es da trotzdem eine Möglichkeit. (Wir hatten nach dem Sterben unseres dritten Kindes eine Familienkur mit Papa, Mama und Kindern zumindest im zweiten Anlauf genehmigt bekommen. Aber da waren die Kinder halt deutlich kleiner ... dafür war das Besondere, dass es für uns als gesamte Familie genehmigt worden war, weil es ja uns alle betroffen hatte. Und SvV betrifft ja auch alle.)
Da würde ich die Krankenkasse mal direkt anrufen und eure Situation schildern. Oder eine Mutter-Kind-Klinik, die dir passend erscheint, anfragen, ob es solche gemeinsamen Kuren auch mit älteren Kindern gibt.
Ob die jedoch in einer solchen Kurklinik dann die richtigen Ansprechpartner für deine Kinder sind? Bräuchten die nicht mehr als eine Kur? Oder würden sie sich gegen stationäre Therapie allein sträuben? Was bewegt dich denn, gemeinsam etwas zu suchen, und nicht getrennt?

Ganz liebe Grüße,

Nachteule

_________________
Before each beginning there must be an ending, sitting in the rubble, I can see the stars. This is the unmaking!
(Nichole Nordeman)


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BeitragVerfasst: Mo 22. Mai 2017, 16:26 
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Registriert: Do 8. Sep 2011, 17:55
Beiträge: 6472
Wohnort: Land zwischen den Meeren
Status: Betroffene/r
Hallo,

das sind ja keine schönen Neuigkeiten. Aber schön, dass Du therapeutische Hilfe hast!

Ich war öfters in psychosomatischen Kliniken und dort waren auch Frauen mit ihren (kleinen) Kindern untergebracht, die ihre Kinder halt mitnehmen mussten oder wollten. Einige davon kamen super klar, andere waren doch ziemlich fertig. Erst beschäftigen sie sich den ganzen Tag mit sich selbst und wenn dann Therapiefreie Zeit ist, kommen die Kinder aus der Betreuung, die dann auch noch was von ihrer Mutter haben wollen. Ich habe vollen Respekt vor diesen Frauen gehabt, ich könnte es nicht.

Vielleicht wäre es wirklich nicht schlecht, wenn Du erstmal alleine in eine Klinik gehst und Deine Kinder in der Zeit, ebenfalls Therapie machen (aber in einer anderen Einrichtung). Wenn ihr dann wieder da seit, könnte eine Familienbetratung / Therapie auch Sinn machen.

Das wären jetzt meine Gedanken dazu.
Alles Gute und viel Kraft

_________________
Mit allem Großen ist es wie mit dem Sturm. Der Schwache verflucht ihn mit jedem
Atemzug, der Starke stellt sich mit Lust dahin, wo's am heftigsten weht.
~~Christian Morgenstern~~


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BeitragVerfasst: Di 23. Mai 2017, 20:21 
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Registriert: Sa 10. Sep 2011, 21:24
Beiträge: 6912
Status: Angehörige/r
Liebe lojomum,

leider kein schöner Anlaß, aber ich freu mich, dass du dich an uns erinnert hast. Deine eigene Therapie ist schon ein großer Schritt, auch wenn sich das nicht so anfühlt.

Ich hab nicht auf dem Schrim, wie alt deine betroffenen Kinder sind, davon hängt sicher ab, was für euch in Frage kommt. Ich weiß, dass es sehr schwierig bis unmöglich ist, eine Familien-Reha zu bekommen, also ein Kuraufenthalt, bei dem sowohl Kinder als auch Erwachsene gemeinsam als Patienten aufgenommen werden. Ich hatte nach so etwas für meinen damals 10-jährigen und mich gesucht, leider ohne Erfolg. Der Weg, durch den ich mich hätte kämpfen müssen wäre gewesen: Für mich eine Reha beantragen, zeitgleich für meinen Sohn, eine Klinik finden, die sowohl Erwachsene wie auch Kinder behandelt und in Zusammenarbeit mit der Klinik dann einen gemeinsamen Aufenthalt bei der KK durchsetzen. Ich fand eine Klinik an der Ostsee, die aus zwei Einrichtungen besteht (eben getrennt für Kinder und Erwachsene), dort hätte man ermöglicht, dass mein Sohn und ich gemeinsam untergebracht werden und dann die jeweiligen Therapien jeweils einzeln stattfinden. Das wäre bei euch ja auch sinnvoll, oder? Ich bin letztlich daran gescheitert, dass der Antrag für meinen Sohn auch nach Widerspruch abgelehnt wurde, weil "eine Beeinträchtigung im späteren Berufsleben" nicht konkret nachweisbar war. Ist schon ein paar Jahre her, möglich, dass sich inzwischen etwas geändert hat oder dass ich die Sache falsch angegangen bin.

Ich war damals dann allein zur Reha und für mich hat vor allem der Abstand viel gebracht. Vorstellen könnte ich mir, dass du für dich so eine Auszeit gut brauchen kannst. Ich war im Nachhinein froh, dass ich nicht der Empfehlung Mutter-Kind-Kur gefolgt bin. Das ist so ein Erholungs-Dingens, aber therapeutisch passiert da nicht viel.

Bezüglich ambulanter Familientherapie sollten dir Beratungsstellen weiter helfen können. Vielleicht kannst du deine Thera auch mal ansprechen, was sie raten würde?

Ich weiß nicht, ob du mit meinem Roman was anfangen kannst - ich laß mal ganz liebe Grüße für dich da und eine ermutigende Umarmung, wenn du magst

Africa


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BeitragVerfasst: Di 30. Mai 2017, 21:51 
Hallo ihr Lieben,
ich bin ziemlich bald nachdem ich euch gefragt hatte selbst auf eine Klnik gestoßen "Hochried", das macht einen guten Eindrucck.

ABER

Mir ist beim nachdenken auch aufgefallen, dass das vermutlich nicht viel bringt. Das Problem liegt doch viel mehr hier.Ich glaube wenn wir vie oder sechs Wochen weg sind (so wie es mein Mann ja im letzten Jahr war), zehren wir noch eine Weile davon und dann ist es wieder dahin.
Es muss sich hier was ändern, nur wie weiß ich noch nicht.
Mein Wunsch ist eigentlich, dass möglichst morgen alles wieder "gut" ist, wie meine Thera sagt, ich wünsche mir die heile Familie aus der Werbung und bin genau daran gescheitert. Generell an meinen hohen Idealen...
Mir wandert noch immer der Gedanke der räumlichen Trennung von meinem mann durch den Kopf, weil ich tief in mir fühle, dann würde es den Kindern besser gehen.
Allerdings ist so eine Trennung ja auch nicht ohne große Emotionen möglich...
Manchmal denke ich es gibt keine Lösung....nur ein ständiges auf und ab.

Zurück zum Thema:

Ja, meine beiden würden nicht alleine stationär gehen. Sie gehen beide zur Therapie, mit wechselnder Begeisterung ;).

Meine Thera meint auch es wäre nicht sicher, ob eine gemeinsame Kur oder Reha wasbringen würde. Sie hat empfohlen lieber die Kinder hier zu stabilisieren, weil auch Schulvermeidung eine Rolle spielt und da können wir hier besser dran bleiben.

Liebe Grüße und vielen Dank
Lojo


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BeitragVerfasst: Do 1. Jun 2017, 21:11 
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Registriert: Sa 10. Sep 2011, 21:24
Beiträge: 6912
Status: Angehörige/r
lojomum hat geschrieben:
Manchmal denke ich es gibt keine Lösung....nur ein ständiges auf und ab.


Liebe Lojo,

sicher, die ultimative Lösung und dann nur noch glückliche Harmonie gibt es wahrscheinlich nicht - nur immer kleine Schritte, punktuelle Lösungen, Wege eben, die mal leichter, mal schwerer zu gehen sind.

Wenn du magst - hier ist Platz für dich, für alles auf und ab.

liebe Grüße
Africa


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BeitragVerfasst: Mi 23. Jan 2019, 15:45 
Liebe Lojo, was hast du gemacht? Wie ist es für euch ausgegangen?
Liebe Grüße


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