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Selbsthilfeforum für Angehörige SVV-betroffener Menschen
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 Betreff des Beitrags: Was ist mit mir los
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2016, 05:38 
Hallo Menschen,
kurz zu meiner Vorgeschichte, ich hab mich mit 11 Jahren angefangen zu | editiert |, mit 14-16 hatte es seinen Höhepunkt, es kam noch ein paar mal danach unter großen Stressituationen vor, das letzte mal war im Dezember 2015 kurz/während ich meinen jetzigen Freund kennengelernt hab.
Mittlerweile bin ich von meiner Heimatstadt mit all meinen Freunden weggezogen und mit meinem Freund in eine Wohnung nahe der Uni (ca.2h Bahn entfernt von meiner Heimatstadt) gezogen.
Eigentlich ist alles gut und mit meinem Freund ist auch alles gut und ich hab auch vor ein paar Tagen auch 2,3 Leute hier kennen gelernt.
Ich versuch immer für meinen Freund da zu sein, da es für ihn nicht so einfach ist da er erst grade von zuhause ausgezogen ist (ich wohn schon 3-4 Jahre alleine) und die Anfangsschwierigkeiten sind eigentlich auch gut überwunden, aber ich muss immer wieder feststellen dass ich in letzter Zeit öfter übers | editiert | nachdenke. Auch jetzt wo ich das grade schreibe bin ich ausnahmsweise mal alleine länger wach geblieben, morgen ist Uni, aber ich komm einfach nicht drum herum ans | editiert | zu denken.
Aktiv ist es nichtmal so krass, aber es kommt mir vor als ob ich es die letzten Wochen alleine schon unterbewusst mit mir herumschleppe.
Abgesehn davon fühl ich mich schon alleine schuldig dass ich es meinem Freund nicht sage, dass ich hier schreibe, ich will nicht dass er sich sorgen macht, ich weiß wie sehr ihn alles im Moment belastet aber er würde wahrscheinlich enttäuscht sein wenn er wüsste das ich das hier schreibe und ihm nichts sage.
Mir ist auch bewusst, dass im Moment wahrscheinlich alles schwierig ist wegen dem neuen Umfeld und ohne den nahen Kontakt der alten Freunde.
Aber manchmal hab ich einfach panische Angst, dass ich bald nicht mehr mit ihnen befreundet bin und auch dass ich nicht mehr ich selbst bin.
Ich hoffe dass einige Leute das hier besser verstehen werden, dieses Gefühl des Verlusts der eigenen Persönlichkeit.
Es ist mir auch klar das ich mich wahrscheinlich nur in was reinsteigere, aber es macht mir Angst wenn mir auffällt dass ich überlege wo ich mich am besten | editiert | kann damit mein Freund es nicht sieht (auch wenn ich es bisher nicht durchgezogen hab).
Tut mir leid wenn ich jemanden mit dieser Tirade nerve, wirklich.
Keine Ahnung ich hab einfach nur Angst im Moment.
Ich will gleichzeitig die Struktur in mir haben jeden Tag aufzustehen, was für die Uni zu machen, abzunehmen (wiege im moment so viel wie noch nie...), weniger zu rauchen, früh schlafen zu gehen und mein Lebne zu disziplinieren, auf der anderen Seite denk ich mir warum überhaupt? Warum soll ich mich irgendwelchen Gesellschaftsnorm unterordenen die der Allgemeinheit als Ideal erscheinen? Ich bin sehr verunsichert dass ich neue Leute kenne gelernt hatte, an dem Abend hatte ich auch nen Filmriss vom Alk wie die letzten 2-3 Jahre nicht mehr, hab mich mittlerweile wieder mit ihnen getroffen und alles ist gut, ich hab nichts schlimmes oder peinliches gemacht aber es verunsichert mich trotzde ungemein.
Vor dem Studium hab ich 2 Jahre im Intensiv-betreuten-wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung gearbeitet und bin einfach raus aus dem ganzen Texte schreiben usw. was man halt beim Abi macht, was das Studium echt erschwert, abgesehn davon dass ich vorher schonmal ein Studium nach 2 Semestern verkackt hab. Ich bin nicht gut unter Druck und irgendwie mach ich mir immer Druck, oder auch nicht. Ich kann nichtmal sagen ob ich mir Druck mache weil ich zwischendurch einfach der faulste, unfähigste Mensch überhaupt bin.
Doch ich merke grad dass das schreiben hier alleine schon sehr befreiend ist, auch falls das hier niemals jemand lesen sollte.
Vielen Dank dass es sowas gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist mit mir los
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2016, 07:29 
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Registriert: So 7. Jun 2015, 19:11
Beiträge: 377
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Status: Betroffene/r
Hallo immernochwach,

Das mit dem Verlust der Freunde und der Persönlichkeit kann ich sehr gut verstehen. Bei mir sind es zwar meine Freunde die weggehen aber letzten Endes läuft es ja auf's gleiche hinaus. Ich han auch so wahnsinnige Angst, also kann ich dich in der Hinsicht sehr gut verstehen.
Ich mache mir häufig uch selbst viel zu viel Druck, meistens auch dann wenn es hat nicht nötig ist...
Kannst du vielleicht doch noch mal überlegen mit deinem Freund zu reden? Auch wenn alles gerade stressig ist hilft es ja eventuell, dass er bescheid weiß. Du fühlst dich jz schuldig weil du es ihm nicht sagst und hier schreibst. Vlt wenn du mit ihm darüber redest nimmt saß Gefühl der schuld ein wenig ab und es geht dir dadurch ein Stück besser

P.S. Du nervst überhaupt nicht!

Lg rosie :)

_________________
"Not all scars are visible on the surface."
J Lynn


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