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 Betreff des Beitrags: so schnell vorbei?
BeitragVerfasst: So 22. Apr 2018, 19:11 
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Registriert: So 22. Apr 2018, 19:09
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Status: Betroffene/r
Und schon nutze ich die Möglichkeit..
Ich versuche Sie während ihrer Fortbildung nicht zu sehr zu stören aber ein bisschen schreiben tut dann doch ganz gut von daher fang ich dann mal an,
leider ist die Situation schneller eskaliert als ich das gewollt und erwartet habe.
es gab einen zoff in dem ich mal wieder mit einer person gesprochen habe die mich nicht ansieht, mir nicht antwortet und zuletzt nur verlauten lässt dass meine äußerungen bzw. einschätzungen der situation nicht ernst genommen werden können (meine Formulierung der dinge), da "ich ja dienige sei die zur therapie geht und nicht er"...
so viel dazu. das war erwartungsgemäß nicht schön. ich muss auch sagen ich hab das wirklich als persönlichen angriff aufgefasst und konnte dann auch nicht anders als die situation zu verlassen. war das richtig oder falsch? keine ahnung, es passierte so.
ich war dann über das wochenende bei meiner schwester, die unglücklicherweise viele unschöne nachrichten über mich und direkt an sie gerichtet, erhielt. ebenfalls sehr persönlich zum thema essverhalten, therapie. all das immer genutzt als argumentationsgrundlage warum ich (und sogar sie als aussenstehende) die dinge übertreibe und falsch einschätze und warum er dies nicht tut und keine probleme hat und in der "gesellschaft aus zombies" klar kommt. mein gott...
und dann lese ich nachrichten wie "ich hätte mir ja schon längst einen strick gebunden wenn es jemanden interessieren würde." - im gleichen zeitpunkt in dem ich weiterhin als nicht zur Einschätzung der Lage fähig, und er vollkommen klar dargestellt wird? Wie soll ich damit umgehen? Und immer weiter schimpftiraden wie unzufrieden ich bin und wie hoch meine erwartungen sind und dass man auf mich immer rücksicht nehmen muss und er leide ja unter mir. und mir fehlen zunehmend die worte weil ich garnicht fassen kann was da eigentlich vor sich geht.
Zum einen bin ich natürlich sofort auch wieder verunsichert und zweifle wirklich an meiner einschätzung. übertreibe ich das alles? sehe ich das zu streng? bin ich zu fordernd? unzufrieden? anstrengend? neurotisch....? was auch immer. da hat er schon den richtigen knopf gedrückt.
auf der anderen seite fühle ich mich total zurück versetzt in eine situation mit 14 jahren in der mir schon mal jemand so direkt gesagt hat dass ich zu viel essen würde/zu dick bin / hässlich bin. und jetz das von meinem eigenen partner? "sinnloses fressen an 3 tagen in der Woche.." das ist zu viel für mich.
Im Grund bleibt mir nur eines klar im Kopf: die dinge auf die ich wirklich bestehen muss/-te
1. Mein Verständnis von normalem und unnormalem Alkoholkonsum
2. Mein Bedürfnis nach Nähe
und die immer gleichen Bitten ... und natürlich ging es auch mal darum sich den Haushalt zu teilen, seine persönlichen Unterlagen unter Kontrolle zu haben. Dinge die ich stets für okay hielt....?
Auf keinen grünen Zweig sind wir gekommen. Keine Nachricht an mich über das ganze Wochenende. Keine Angst um mich? Oder längst beschlossen zu gehen.
Und ich komme angstvoll nach Hause heute, verletzt. Ich sehe den gepackten Rucksack in "unserer" Wohnung. und suche wieder das Gespräch, das, wie oben genannt, verläuft. kein blick, kein wort für mich. ich bleibe bei meinen wünschen, ich äußere sogar, dass ich diese sehr persönlichen beleidigungen nicht tolerieren kann, ich sage ich sehe in dieser form keinen weg auf dem wir uns einigen können. ich wünsche mir natürlich eine entschuldigung, irgendein zeichen von interesse an MIR. Und nein das habe ich nicht gesagt. Ich will einfach nicht mehr bitten.
nun ja. ich sitze hier nun allein und schreibe ihnen diese email.
25 jahre, voller tatendrang gemeinsam in eine wohnung gezogen von der ich momentan garnicht weiss wie ich sie finanzieren soll, wieder allein. wieder getrennt. wieder eine beziehung gescheitert. so schnell? so ohne irgendwelche worte? irgendeinen versuch mich zu halten? "dann geh doch" - 3 mal habe ich mir das sagen lassen in diesem jahr.
und jetzt ist er gegangen.
ich habe angst dass das alles zu viel ist. dass ich hier allein wirklich wieder FRESSE, oder sogar schlimmeres? ich fühle mich mitten ins herz getroffen. so viele hoffnungen in einen einzigen menschen gesetzt. und zum ende erhalte ich eine nachricht: "deine letzten worte?! die tatsachen verdrehen?" - und ich verbleibe hier mit genau dieser frage. kann ich das einschätzen? übertreibe ich ? verdrehe ich?
ich fühle mich mit meinen schwächen ertappt. erschossen in offene wunden. ich glaube die formulierung macht den großen unterschied für mich. ist das die übertreibung?


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